Nach einer Studie der Webtrekk GmbH wurde der Browsermarkt in einer 3-Jahres-Betrachtung ausgewogener. Android konnte den Marktanteil in 3 Jahren nahezu versiebenfachen; Internet Explorer verlor; Apples Safari und das iPad gewannen an Bedeutung, während die Nutzung des iPods für mobiles Surfen sank.
Die Berliner Webtrekk GmbH, ein führender Anbieter für High-End-Webanalyse, hat eine Statistik zur Entwicklung des Browsermarktes erstellt. Daraus geht hervor, dass der Browsermarkt mit der Zeit ausgewogener wurde.
Um langfristige Entwicklungen sichtbar zu machen, wurden die Ergebnisse des aktuellen Quartals mit den Daten der letzten Jahre verglichen. Der Vergleich reicht bis zum 4. Quartal 2008 zurück.
„Den Jahresbeginn haben wir zum Anlass genommen, die Langzeitentwicklung der von uns untersuchten Bereiche im Detail in den Fokus zu rücken. Im 3-Jahres-Vergleich zeigt sich so unter anderem, dass Windows 7 nicht innovativ genug geworden ist, um das kontinuierliche Wachstum von Mac OS X zu stoppen“, erklärt Christian Sauer, Geschäftsführer von Webtrekk.
Desktop-Betriebssysteme
Im Langzeitvergleich zeigte sich die zunehmende Verbreitung von Apple auch auf dem Markt der Desktop- und Notebook-Betriebssysteme. Microsoft Windows, in Q4-2008 noch mit 90 Prozent Marktanteil in konkurrenzloser Position, musste innerhalb der letzten 3 Jahre nahezu 10 Prozent Marktanteil an Mac OS X abgeben. In Q4-2011 verzeichnete Windows 80,7 Prozent, Mac OS X 15,8 Prozent (Q4-2008: 5,7 Prozent), Unix/Linux 1,4 Prozent (Q1-2010: 1 Prozent), den Rest von 2 Prozent teilten sich alle anderen.
Desktop-Browser
Noch stärker zeigte sich diese Entwicklung für Microsofts Internet Explorer: In Q4-2008 besaß er einen marktbeherrschenden Anteil von 56,6 Prozent, verlor aber bis heute die Hälfte seiner Marktanteile und landete in Q4-2011 bei 30,1 Prozent. Von dieser Entwicklung profitierten Apples Safari mit einem Zuwachs von +16,8 Prozent (von 4 Prozent in Q4-2008 auf 20,8 Prozent in Q4-2011), Googles Chrome mit +7,7 Prozent (von 0,3 Prozent in Q4-2008 auf 8 Prozent in Q4-2011) und Mozillas Firefox mit +3,5 Prozent (von 35,5 Prozent in Q4-2008 auf 39 Prozent in Q4-2011), der inzwischen der am stärksten genutzte Browser geworden ist.
Mobile Geräte und Betriebssysteme
Auch mobile Betriebssysteme wurden seit dem 1. Quartal 2010 in Webtrekks Langzeitstudie erfasst. iOS für iPhone und iPad hielten seitdem kontinuierlich seine führende Stellung von rund 80 Prozent (79,6 Prozent)in Q1-2010, 85,3 Prozent Höchststand in Q3-2010, 77,4 Prozent in Q4-2011). Großer Konkurrent der letzten zwei Jahre war Android, das seinen Marktanteil nahezu versiebenfachen konnte (von 2,7 Prozent Q1-2010 auf 18,3 Prozent in Q4- 2011). Microsofts Einfluss auf den mobilen Sektor wurde immer geringer: Mobile Windows Betriebssysteme und Windows Phone 7 wurden mit durchschnittlich 0,5 Prozent Marktanteil beiseite gedrängt. Die weiteren, kleineren Player konnten sich ebenfalls in keiner festen Nutzerschaft etablieren und verloren kontinuierlich Marktanteile. So verzeichnete Symbian (Nokia) in Q1-2010 gute 6,5 Prozent und sank in Q4-2011 auf 1,3 Prozent. Ebenso fielen die Nutzerzahlen von RIM (Blackberry) von 3 Prozent in Q4-2008 auf 0,7 Prozent in Q4-2011 und von Web OS (Palm) von 1 Prozent in Q4-2008 auf 0,07 Prozent in Q4-2011.
Unter den Apple-Geräten wandelte sich der Trend deutlich vom iPhone zum iPad hin. Im 3. Quartal 2010 verzeichnete das iPhone noch 53,4 Prozent Marktanteil, während das iPad nur 23,9 Prozent erreichte. Im letzten Jahr passt sich der iPad-Marktanteil mit nun 34,7 Prozent kontinuierlich dem des iPhones an, das aktuell 40,1 Prozent hält. Die Nutzung des iPods für das mobile Surfen lässt nach, anfängliche 8,1Prozent in Q3-2010 wurden zu 2,9 Prozent.
Suchmaschinen
Unter den Suchmaschinen ist Google nicht nur die beliebteste Suchmaschine in Deutschland geblieben, sondern konnte in den letzten 2,5 Jahren sogar noch um 5,7 Prozent zulegen – von 88,9 Prozent in Q2-2009 auf 94,6 Prozent in Q4-2011. Die Konkurrenten hatten wenig Erfolg: Bing (von 0,5 Prozent in Q2-2009 auf 1,5 Prozent in Q4-2011), T-Online (von 3 Prozent in Q2-2009 auf 1 Prozent in Q4-2011), Yahoo (von 1,2 Prozent in Q2-2009 auf 0,7 Prozent in Q4-2011). |