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Geschrieben von: Maik Lanckrock
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Mittwoch, 27. April 2011 um 10:36 Uhr |
Eine flüssige Wiedergabe von HD-Videos auf Netbooks ist – zumindest ohne Geräte-Modifikation – eine Utopie! Anstatt hochauflösende Filme bekommt der Anwender beim Abspielen von hochauflösenden Videos nämlich meist eine Dia-Show geboten, die zudem das komplette Gerät (den Prozessor) auslastet. Um die Wiedergabe zu beschleunigen, haben einige Hersteller die Intel Onboard-GPU aus dem Gehäuse verbannt und auf nVidias ION gesetzt – mit Erfolg!
Videos liefen spürbar schneller und dank der neuen Grafikeinheit bliebe auch die Prozessorauslastung im Rahmen, bei 720p-Videos seien das rund 40 Prozent. Mit dem nVidia ION 2 – so wird die nVidia GeForce GT 218 genannt – sollen Netbooks einen weiteren Geschwindigkeitsschub erfahren. Klappt das Vorhaben? Zumindest der 1,46 kg schwere Asus EeePC 1201PN, der mit der neuen nVidia-Grafikeinheit ausgestattet ist, macht in unserem Benchmark-Parcour eine gute Figur, denn im 3DMark06 werden ordentliche 2.049 Punkte erreicht. Mit diesem Ergebnis lässt der 1201PN alle bisherigen Netbook-Typen mit nVidia ION (1.200 Punkte), ATI Radeon HD4225 (1.505 Punkte) und Intels GMA 3150 (mit Intel-Celeron CPU 545 Punkte, mit Atom-Prozessor 151 Punkte) deutlich hinter sich und erlaubt sogar ein Spielchen zwischendurch. Das Benchmark-Ergebnis würde noch höher ausfallen, wenn Asus anstatt des Ein-Kern-Atoms (N450) auf einen Dual-Core-Prozessor setzen würde. Aber auch mit der standardmäßigen Ausstattung (2 GB Arbeitsspeicher, 250 GB Festplatte) setzt sich das Gerät vom üblich langweilen Netbook-Einheitsbrei ab. Gleiches gilt für das 12,1-Zoll-Glossy-Display (1.366 x 768 Pixel), das mit einer gleichmäßigen Ausleuchtung und kontrastreichen Farben brilliert. Auch die Tastatur überzeugt durch einen guten Hub und saubere Anordnung. Leider lässt sich das Keyboard an der linken Seite leicht eindrücken. Arg gewöhnungsbedürftig ist auch das mit Noppenstruktur versehene Touchpad, die darunter befindlichen Maustasten lassen sich ebenfalls nur sehr schwerfällig drücken. Insbesondere die linke Taste lässt sich so schwer betätigen, dass der Anwender schnell die Lust verliert und am liebsten eine Maus ansteckt. Immerhin punktet der Asus EeePC 1201PN mit seiner soliden Grafikleistung, denn auch abseits des 3DMark06 liefert die nVidia-GPU ordentliche Performance. Mit dem vorinstallierten ArcSoft TotalMedia Theatre (unterstützt nVidias PureVideo HD, also die GPU-Beschleunigung) zeigt der Task-Manager eine CPU-Auslastung von lediglich 36 Prozent an. Durch den HDMI-Anschluss taugt das Netbook also auch als HD-Zuspieler für den Flachbild-Fernseher. Neben der Geschwindigkeit ist für ein Netbook vor allem auch die Akkulaufzeit äußerst wichtig. Genau hier gibt es für das Gerät aber dicke Minuspunkte, denn der Akku fällt im Vergleich zum Vorgänger kapazitätsärmer aus: anstatt 63 Wh gibt es nur noch 47 Wh. Da der 1201PN zudem nicht über nVidias Optimus-Technik verfügt, sprich der automatischen Umschaltung zwischen Intel- und nVidia-GPU, da nur auf die ION 2-Grafik zugegriffen wird, fällt die Akkulaufzeit mit knapp 4 Stunden (236 Minuten) für ein Netbook schlecht aus.
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